Vor Kurzem waren die Ruhestandswanderer bei Ihrer 318. Wanderung auch im Rahmen des 150-jährigen Jubiläums des Liederkranzes Schlaitdorf mit Ihren Frauen in den blühenden Wiesen um Neidlingen unterwegs. Deshalb hatte auch Renate Rouagha die Verantwortung für die Organisation der Wanderung übernommen.
Über die Autobahn ging es zügig nach Weilheim zum Parkplatz Lindenbrücke zwischen Weilheim und Neidlingen. Wir gingen durch den Ort Neidlingen und kamen schon bald zu den blühenden Kirsch- und Obstbäumen rund um Neidlingen, die in Ihrer schönsten Blüte standen. Es war immer wieder ein wunderbares Bild, diese weiße Pracht bestaunen zu dürfen. Wie sagte doch jemand aus der Gruppe: „Heute ist so ein wundervoller Tag.“ Genau so einen habe ich noch nie gesehen von Maya Angelou. Immer wieder mussten wir vor dieser Blütenpracht innehalten. Nach ca. 2 ½ Stunden hatten wir dann endlich den Grillplatz an der Lindach am Waldrand erreicht. Drei ehemalige etwas betagte Ruhestandswanderer hatten schon ein schönes Feuer vorbereitet. Bald standen wieder alle um das Feuer und ließen ihre Roten oder Weißen im lodernden Feuer brutzeln, der Eine mag eine etwas Blasse, wiederum Andere möchten eine Schwarzwälder Wurst. Damit das Ganze auch etwas Stil hat, deckte Rainer den Tisch mit seiner neuen Tischdecke ein. Natürlich dürfen bei so einer Wanderung die kleinen Fläschchen Destillate nicht fehlen. Um dann noch einen Ausgleich zu schaffen, bringt Albert immer eine Guck voll Süßigkeiten mit. Am Ende der Mittagspause machten wir noch ein paar Gruppenbilder mit den Blütenwiesen und dem Reußenstein als Hintergrund.
Über einen nahen Waldpfad ging es jetzt wieder ein wenig aufwärts. Am Waldrand entlang konnten wir nochmals diese grünen Streuobstwiesen bewundern, wobei insbesondere auch die die Echte Schlüsselblume (Primula veris) auffiel. Sie ist ein Frühlingsbote, wird auch Himmelsschlüssel genannt und ist vor allem im schwäbischen Dialektraum bekannt. In Schlaitdorf ist sie auch unter dem Namen „Badenga“ geläufig. Aber nicht zu vergessen sind auch die großen Flächen mit dem weit bekannten „Gaggelesbosch“, besser bekannt, wie von dem Schwäb. Uniforscher aus Tübingen Rudolf Bühler erforschten Dialekte unter https://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.dornhan-loewenzahn-ist-ein-gaggelesbosch.49aab907-a844-47fb-ba25-5b92a650ccab.html, beschrieben ist. Gegen 16:00 erreichten wir schließlich unseren Parkplatz in Neidlingen. Bald waren auch wieder alle unsere PKW vor Ort und wir fuhren zurück nach Weilheim und von dort hoch zum „Deutschen Haus“ Richtung Gruibingen. Bei gepflegtem Essen und einem oder vielleicht auch zwei Bierchen ließen wir es uns bis in die Abendstunden gut gehen.






