... da hör ich hin.
                                  ... da geh und hör ich hin.
                                    ... da gehör ich hin.
Wo Männer singen

Tania Schneider

Chorleiterin verschiedener Ensemles im Kinder-, Jugend- und Erwachsenenbereich (Liederkranz Schlaitdorf, Vokalensemble Aich, Vokalkids Aich, Kinderchor des Liederkranzes Reudern, Kinderchor "MusKitos" des Liederkranzes Kirchentellinsfurt, Grund- und Realschulchor Kirchentellinsfurt), Gesamtleitung zahlreicher Konzert- und Musicalprojekte. Unterricht und Seminare als Vocal-Coach. Gesangssolistin (Sopran) im Konzert- und Oratorienbereich u.a. mit dem Ärzteorchester Tübingen, dem Kammerchor „Schola sine nomine“. Vocal-Coach am Naturtheater Grötzingen.

Tania Portrait bunt„Mein Sohn möchte nicht länger im Chor mitsingen. Er wurde von seinen Klassenkameraden deswegen gehänselt.“ Ich hatte es mir nach einer anstrengenden Chorprobe gerade abends auf dem Sofa gemütlich gemacht, da erreichte mich dieser mütterliche Anruf eines Chorsängers im Grundschulchor. Vielleicht hätte ich – selbst Mutter eines Sohnes, der Fußball spielen auch viel cooler findet als im Chor zu singen – nicht so schnell aufgegeben, aber schon in der nächsten Probe blieb der Stuhl des kleinen Sängers leer. Weiterlesen

Lieber junger Sänger, lieber jung gebliebener Sänger:Tania Portrait bunt

Jetzt ist genau der richtige Augenblick um einzusteigen: Wir singen neue, schwungvolle Lieder und erweitern damit unser modernes Repertoire! Neben deutschen Popsongs und Schlagern werden wir auch das eine oder andere englischsprachige Stück einstudieren.

Auszug aus dem neuen Repertoire: Weiterlesen

tsDer Liederkranz Schlaitdorf wirbt mit dem schlichten Untertitel: „Wo Männer singen“. Aber so simpel ist die Sache bei eingehender Betrachtung ganz und gar nicht. Nehmen wir den Slogan zunächst einmal ganz wörtlich:  Wo singt Mann denn wirklich noch? Oder ganz präzise formuliert:

Wo erhebt der ganz normale Durchschnitts-Mann mittleren Alters im 21. Jahrhundert seine Singstimme? Wo singt Mann? Mann singt …

  • unter der Dusche. In der Badewanne.
  • bei der Autofahrt. Aber nur wenn Mann alleine fährt.
  • beim Zahnarzt.
  • bei der Bundeswehr. Beim Marschieren. (Entfällt heute zumeist wegen Abschaffung der Wehrpflicht.)
  • in der Karaoke-Bar. Im asiatischen Raum ein verbreitetes Phänomen, wozu Mann vom Arbeitgeber nach Feierabend genötigt wird (zur Verbesserung des Betriebsklimas).*
  • in der Fankurve.*
  • im Bierzelt.*
  • am Ballermann.*
  • bei Demonstrationen.
  • während und nach der Betriebs-Weihnachtsfeier. So ziemlich alles, nur keine Weihnachtslieder.*

(Für die mit * gekennzeichneten Punkten gilt: ab ca. 1,2 Promille Blutalkohol)

Das Gute zuerst: Mann singt also noch. Aber eine befriedigende Bilanz ist das für mich als Chorleiterin wahrlich nicht. Qualität der Darbietung und Hörgenuss eines möglichen, mehr oder weniger zufälligen Publikums, dürften in den meisten o.g. Fällen eher mäßig sein. Mann singt also eigentlich nur noch, wenn er sich ganz unbeobachtet oder besser: ungehört wähnt, oder wenn Mann in der Masse untergeht.

Weiterlesen

Tania Portrait buntJa, es darf ein bisschen mehr sein: mehr Schwung, mehr Rhythmus, mehr Wortwitz, mehr Sänger, mehr Ideen, mehr Publikum, ….
Die Sänger des Liederkranzes Schlaitdorf erwartet schon zu Beginn des neuen Jahres so einiges Unbekanntes!

Dass die Initiative für die Neuorientierung aus den Reihen der Sänger selbst kam, finde ich dabei ganz besonders gut und wichtig. Als Chorleiterin fühle ich mich natürlich in erster Linie für die musikalische Neuausrichtung verantwortlich.

Schon im Januar werden wir uns an einige neue Stücke wagen, die bisher noch nicht im Repertoire zu finden waren: „Weit, weit weg“ ist eine Mischung aus traditioneller Volksmusik und Rockballade des bekannten österreichischen Musikers Hubert von Goisern, die als Männerchorsatz bearbeitet sowohl bei Sängern und Zuhörern gut ankommt.

Neue, flotte, humorvolle Bearbeitungen von bekannten Volksliedern wie z.B. „Muss i denn zum Städtele hinaus“, bekannte Ohrwürmer, niveauvolle Schlager (etwa von Udo Jürgens), Pop- und Rockballaden werden in Zukunft bei verschiedenen Gelegenheiten zu hören sein.

Ich bin sehr gespannt, wohin und wie weit uns die neuen Wege führen. Denn natürlich werde ich immer mit Ohr und Herz ganz nahe am Chor sein. Dass ein traditioneller Männerchor nicht über Nacht zu einer Boygroup wie den „Wise Guys“ mutiert, dessen bin ich mir sehr wohl bewusst und das ist auch gut so. Aber neben der Pflege des traditionellen Liedguts etwas frischen Wind in die Chorliteratur zu bringen, das wird nicht nur das Repertoire, sondern auch den musikalischen Chor-Horizont erweitern.

Als klassisch ausgebildete Sängerin liegen mir die Männerchorlieder im Volkston sehr am Herzen, aber ich gestehe auch, dass ich mich auf die neue, schwungvolle Probenphase ab Januar freue!
Bis bald

Tania Schneider

 

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